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PITT Force: Mit mehr Spannung zu mehr Muskelmasse

PITT Force steht für Professional Intensity Training Techniques und ist ein hocheffizientes Intervall-Training. Durch maximale Muskelspannung beim Training sollen maximale Wachstumsreize gesetzt werden. Wie die PITT Force Methode funktioniert und wie sie Dir zu mehr Kraft und Muskelmasse verhilft, erfährst Du hier.

  • PITT Force ist intensiv – Bei jeder Übung sollen mit möglichst hohem Gewicht möglichst viele saubere Wiederholungen ausgeführt werden.
  • PITT Force wird nicht langweilig – Das Training konzentriert sich auf Einzelwiederholungen und kurze Pausen – entsprechend kommst Du ohne viele Sätze einer bestimmten Übung aus
  • Maximaler Masseaufbau – Ziel von PITT Force ist es, Muskelkraft und Masse bestmöglich zu erhöhen.
Pitt Force Training

Der Grundgedanke von PITT Force

Das von Kraftsportler Karsten Pfützenreuter entwickelte PITT Force System setzt auf möglichst häufige Wiederholungen von Trainingsübungen mit möglichst viel Gewicht. Neben einer korrekten Form und der sauberen Ausführung jeder Übung sind dabei Einzelwiederholungen das Kernstück des Trainingskonzepts.

Das bedeutet:

  • Jede Übung wird bis zu 20 mal wiederholt
  • Es ist unsagbar wichtig, dass Wiederholungen technisch sauber ausgeführt werden
  • Pausen zwischen den Einzelübungen sind besonders kurz zu halten
  • Ist die entsprechende Wiederholungszahl einer Übung absolviert, folgt die nächste Übung – es wird also nicht in mehreren Sätzen trainiert.

Dieser Trainingsaufbau hat zum Ziel, größtmögliche Muskelspannung während des Trainings zu erzeugen und dadurch maximale Wachstumsreize zu setzen.

Mehr Spannung gleich mehr Muskeln?

Die Idee dahinter ist: Wird mit Widerständen, also mit Gewichten, trainiert, steht die belastete Muskulatur unter Spannung. Hierdurch entstehen feine Mikrorisse im Muskel, die in der folgenden Regenerationsphase wieder „repariert“ werden müssen.

Bei diesem Heilungsvorgang versucht der Körper jedoch zusätzlich, neuen Mikroverletzungen des Muskels vorzubeugen. Das geschieht durch einen größeren und stabileren Wiederaufbau der Muskelzelle – der Muskel wächst.

Hier setzt die PITT Force Methode an und versucht durch eine Intensivierung der Muskelspannung während des Trainings möglichst viele der beschriebenen Mikro-Muskelrisse zu erzeugen. So soll ein optimales Wachstum der belasteten Muskulatur hervorgerufen werden.

Mehr Wiederholungen – mehr Muskelmasse

Beim Training mit PITT Force wird, wie schon angesprochen, jede Übung mit 20 Einzelwiederholungen ausgeführt. Nach einer Wiederholung findet eine Pause statt, die nur so lange dauern darf, wie nötig ist, um eine weitere saubere Wiederholung zu bewältigen. Eine Dauer von 20 Sekunden sollte die Pause jedoch nicht überschreiten.

Diese Vorgehensweise hat zur Folge, dass auch ein schweres Gewicht öfter bewältigt werden kann, als bei Trainingsmethoden, die auf Pausen zwischen den Einzelwiederholungen verzichten. Das Risiko, den Muskel vorzeitig zu erschöpfen fällt so weg und es können mehr intensive Muskelkontraktionen erzeugt werden.

Mehr Nährstoffe, mehr Leistung

Dank kurzer Pausen zwischen den Einzelübungen können beim PITT Force Training viele saubere und intensive Wiederholungen bewältigt werden.
Zudem wird die Muskulatur während der kurzen Pausen besonders gut durchblutet.

Durch eine gute Durchblutung wird der beanspruchte Muskel nicht nur besonders effektiv mit Energie versorgt und kann größeren Belastungen standhalten, es werden außerdem Abfallstoffe, die den Muskel ermüden, abtransportiert.

Volle Kontrolle, weniger Überlastung

Bei der PITT Force Methode werden alle Übungen langsam und kontrolliert ausgeführt, wodurch intensivere Muskelkontraktionen erzeugt werden. Darüber hinaus sinkt das Verletzungsrisiko und die Gefahr, den Muskel vorzeitig zu ermüden.

Für wen eignet sich die PITT Force Methode?

Wer sich für die PITT Force Methode entscheidet, arbeitet mit viel Gewicht und sauberen, intensiven Einzelwiederholungen. So entsteht eine hohe Trainingsintensität, die das Muskelwachstum intensiv anregt. Besonders wichtig ist hierbei jedoch die Auswahl des richtigen Gewichts sowie die korrekte Ausführung aller Übungen.

Es lässt sich darum sagen, dass die Trainingsmethode, in das bisherige Training integriert, besonders gute Wachstumsreize setzt und dabei hilft, mehr Masse aufzubauen und Trainingsstillstand zu überwinden. Da sie jedoch fundierte Grundkenntnisse bezüglich der Ausführung aller Übungen sowie der Wahl des richtigen Gewichts voraussetzt, ist das Training mit PITT Force für Anfänger weniger gut geeignet.

Der Trainingsablauf mit PITT Force

Grob zusammengefasst wird Dein Training mit PITT Force so aussehen:

  • Beginne mit ca. 10 Minuten lockerem Aufwärmen auf einem Cardiogerät oder mit Aufwärmsätzen mit wenig Gewicht
  • Wähle für jede Übung ein Gewicht, mit dem Du durchgehend rund 10 Wiederholungen bewältigen könntest
  • Zu jeder Übung führst Du nur einen Satz mit 10 bis 20 Wiederholungen aus
  • Nach jeder Wiederholung machst Du eine kurze Pause
  • Ein Training sollte aus höchstens 5 Übungen bestehen

Dabei solltest Du bei Deinem Training hierauf besonders achten:

Nach einer kurzen Aufwärmphase und der Auswahl des richtigen Gewichts wird es Dein Ziel sein, 10 bis 20 Wiederholungen jeder Übung zu bewältigen. Dabei wird darauf geachtet, jede Wiederholung langsam, kontrolliert und sauber auszuführen.

Wie viele Wiederholungen einer Übung Du schlussendlich ausführst, steht jedoch nicht fest. Dein Ziel sollte jedoch bei 10 bis 20 liegen.

Zu Beginn einer jeden Übung solltest Du zwischen den Einzelwiederholungen eine Pause von etwa 5 Sekunden einlegen. Du wirst jedoch schnell merken, dass Du mit zunehmender Trainingsdauer eine längere Pause benötigst, um die nächste langsame, saubere Wiederholung zu bewältigen.

Stellst Du fest, dass auch eine Pausenlänge von 20 Sekunden hierzu nicht mehr ausreicht, solltest Du die Übung beenden und zur nächsten übergehen. Hierbei kann es durchaus passieren, dass Du insgesamt weniger als 20 Einzelwiederholungen absolvieren kannst.

Dein PITT Force-Trainingsplan

Pitt Force Wiederholungen
Optimal kannst Du PITT Force in Deinen Trainingsplan integrieren, wenn Du pro Woche 2 bis 3 Trainingseinheiten einlegst. Pro Trainingseinheit solltest Du Dich auf 3 bis 6 Übungen konzentrieren und zwischen Deinen Trainingstagen für ein oder zwei Tage pausieren.

Dein Training könnte dann beispielsweise so aussehen:

PITT Force 2er-Split

Tag 1

ÜbungMuskelgruppe
KniebeugenBeine
Pull OverBrust
Arnold DipsArme/ Trizeps

Tag 2

ÜbungMuskelgruppe
DeadliftsRücken
BankdrückenBrust
KlimmzügeRücken

PITT Force 3er-Split

Tag 1

ÜbungMuskelgruppe
BankdrückenBrust
Butterfly ReverseSchultern
FliegendeBrust
Arnold DipsArme/ Trizeps

Tag 2

ÜbungMuskelgruppe
KniebeugenBeine
BeinpresseBeine
WadenhebenBeine/ Waden
BeinbeugenBeine

Tag 3

ÜbungMuskelgruppe
DeadliftsRücken
KlimmzügeRücken
Bizeps CurlsArme/ Bizeps
Rudern am KabelzugRücken

Nicht vergessen: Von allen Übungen wird jeweils nur ein Satz mit bis zu 20 Wiederholungen absolviert.

PITT Force: Die passende Ernährung

Neben der korrekten Übungsausführung und ausreichenden Regenerationspausen zwischen den einzelnen PITT Force Trainings spielt auch hier die passende Ernährung eine entscheidende Rolle.

Kreatin:

Kreatin ist ein Stoff, der unter anderem die Versorgung der Muskulatur mit Energie sicherstellt. Natürliche Kreatin-Lieferanten sind z.b. Fisch, Schweine- oder Rindfleisch.

Wer auf eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Makronährstoffen (Proteine, komplexe Kohlenhydrate, ungesättigte Fettsäuren) bereits achtet, kann eine effektive Nährstoffversorgung der Muskulatur und mehr Leistungsfähigkeit zusätzlich durch Kreatin-Präparate unterstützen.

So kann die ohnehin schon vorhandene, leistungssteigernde Wirkung der besseren Muskeldurchblutung während des PITT Force Trainings noch intensiviert werden.

PITT Force Fazit

Athleten, die mit der präzisen Übungsausführung vertraut sind, und sich zwischen den einzelnen Trainingstagen ausreichende Regenerationspausen gönnen, kann die PITT Force Methode zu schnellem Muskelwachstum und neuen, effektiven Trainingsreizen verhelfen.

Für Anfänger hingegen ist die Trainingsmethode weniger gut geeignet, da sie eine gewisse Routine bei der Übungsausführung und der Wahl des richtigen Gewichts voraussetzt.

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